top of page

Ob Social Media, KI oder Lego: Dranbleiben!

Zweiter «Event & Communication Circle» 2024


Es war im Würth Haus zu Rorschach ein Event- & Communication Circle der etwas anderen Art. In vier Workshops zu aktuellen Themen wie Soziale Medien und Künstliche Intelligenz sowie zur  überraschenden Lego Serious Play Methode waren die 100 Event- und Kommunikations-Profis aufgefordert, sich auch aktiv einzubringen. Unterstützt mit vielen hilfreichen Informationen und Tipps für die Nutzung im (Arbeits-)Alltag.




Es war ein Format der anderen Art welches die rund 100 Teilnehmenden des zweiten Event Circle 2024 erwarten sollte. Statt Referaten und Präsentationen standen für einmal Workshops auf dem Programm, in welchen auch das interaktive Mittun der Event- und Kommunikations-Profis gefragt war. Was durchwegs auf regen Zuspruch stiess. So etwa beim «Erleben der Lego Serious Play Methode in Events und der Kommunikation». Nadine Oppenheim selbst sagt, sie sei ein grosser Fan der Methode. Um zu betonen, dass die Hände magische Wunderwerke und zu 70 bis 80 Prozent mit dem Hirn verbunden sind. Wenn die Gründerin und Inhaber der Pin-Point Consulting die Teilnehmenden etwa die Aufgabe erteilt, aus den zur Verfügung gestellten Lego-Steinen einen Turm zu bauen, diesen weiter zu entwickeln und daraus für die meisten Anwesenden wohl erstaunliche Erkenntnisse abzuleiten. Etwa was bei der Arbeit motiviert, was bei der Zusammenarbeit wichtig ist und vieles mehr. Und ganz wichtig: «Es ist nicht spielen. Wir arbeiten am Prozess!» Möglichkeiten für den Einsatz von Lego Serious Play sind beispielsweise: Team Building: High Performing Teams, Strategien und Visionen, gemeinsame Werte und Verständnis, digitale Projekte, Playing Emergence, Futures Thinking/Szenarien entwickeln, Teamentwicklung und Konfliktmanagement.

 

 

Effizienter, schneller, besser

Grundlagen und Tipps zum Erstellen von CustomGPTs erwartete die Teilnehmenden im Workshop von Tizian Kronsbein. «Wir leben in einer Datenökonomie und Daten sind der Grundmotor für die Künstliche Intelligenz (KI)», bemerkte der bei Dain Studios in Berlin für die Dain Academy verantwortliche Fachmann. Zählt er 2023 noch zur Flitterwochen-Zeit, so habe sich das KI-Umfeld im laufenden Jahr etwas gewandelt. Durch neue Herausforderungen wie Datenschutz, eine regulatorische Dynamik, potentielle staatliche Vorschriften und dem Streben nach Präzision, Integration und Anpassung habe sich die Begeisterung etwas gelegt. Dennoch: KI verspicht, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen: 12% mehr erledigte Aufgaben, 25% schneller erledigte Aufgaben, 40% höhere Qualität der erledigten Aufgaben. Kronsbein rät, zum Kreieren von CustomGPTs das aktuell gängigste Tool chatGPT4 zu nutzen. Unter der Rubrik «Create» erstellt das System selbständig ein BOT (Programm, das bestimmte Aufgaben automatisiert und selbständig ausführt). Möglich sind mit dem Hochladen von Dokumenten beispielsweise das Erstellen eines Onboardings für neue Mitarbeitende, das Verfassen von Auditberichten und vieles mehr.

 

Prompten: Studieren und Probieren

Und weil ja die Sache mit eben diesem erwähnten BOT so aktuell, ja fast schon akut ist, versprach der Workshop von und mit Manfred Weber vom Pharmaunternehmen Roche unter dem Titel «Wie sag ich’s dem Bot – über den Umgang mit ChatGPT & Co.» weitere wichtige Erkenntnisse. So seien Lage Language Models (LLMs) längst zur Realität geworden und können mit sachkundiger Anwendung und eigener Fachexpertise die persönliche Produktivität steigern. Unterstützung können LLMs u.a. in folgenden Bereichen bieten: Planung, Locations, Texterstellung, Agenda, Ideenfindung und Bildmaterial. Der Schlüssel zur besten Antwort heisst übrigens «Prompt Engineering»: «Context is King». Wer einen Prompt erstellt, stelle sich am besten vor, einem Menschen gegenüberzustehen. Dabei sollten die folgenden Aspekte berücksichtigt werden: Kontext geben: Relevante Hintergrundinformationen, Aufgabe klar definieren, klar und präzise formulieren, Anweisungen mit Erwartungen geben, Nachfragen um damit die Möglichkeit mittels Rückfragen überprüfen zu können, ob das Modell die Eingabe richtig interpretiert hat und schliesslich auch noch Verfeinern. Weber rät zum Probieren und Studieren und mahnt gleichzeitig zur Vorsicht: «Die Tool- und Lernlandschaften verändern sich rasant. Im Notfall empfiehlt es sich, den Chatbot zu fragen...». Zum Ausprobieren eignen sich: ChatGPT (OpenAI), Gemini (Google) und Copilot (Microsoft). Zum Lernen: Linkedin Learning, Udemy und Learn Prompting.

 

Business findet auf LinkedIn statt

«Eventfluence: Events in der Social Media Ära», so der Titel des vierten Workshops, in welchem die Teilnehmenden abschliessend selbst ein Post auf LinkedIn zum aktuellen Event Circle verfassen sollen. Nicht aber, ohne vorgängig von Denise Remund von remund communications und Sarah Andrina Schütz von AVAlutions mit nützlichen Tipps zum Umgang mit den sozialen Medien unterstützt zu werden. Aber für was brauchen wir denn eigentlich die sozialen Medien? Es geht um Sichtbarkeit! Denn die Menschen wissen nicht was sie wollen, bis man es ihnen anbietet. Für die beiden Kommunikations-Profis steht fest: Business findet auf LinkedIn statt. Als Unternehmen nutzen wir diese Plattform zur eigenen Präsentation, zur Vorstellung unserer Produkte und Dienstleistungen, zum Verkaufen, zur Gewinnung neuer Kunden, zum Aufbau einer Community, um ein Image aufzubauen/verstärken, um Botschaften zu vermitteln, um potentielle Mitarbeitenden zu erreichen u.v.m. Schliesslich geben Denise Remund und Sarah Andrina Schütz auch noch das Erfolgsrezept für Eventkommunikation auf LinkedIn preis. Als da wären:

– Ein Social-Media-Eventkonzept erarbeiten

– Hashtag früh bekanntgeben und selbst einsetzen

– Mitarbeitende und Speaker als Ambassadoren einsetzen

– Referenten, Corporate Influencer etc. vorab als Follower gewinnen

– Zur aktiven Teilnahme auffordern

– Publikumsnahe Aktivitäten organisieren

– Mit Zielgruppe interagieren und auf Posts zeitnah reagieren

– Live-Posting direkt vom Event

– Foto- und Videospots anbieten

– Social Media Kit mit dem Dankesmail im Nachgang versenden

 


Text: Michael Hutschneker

Bilder: Photo Bettinger


 

ECC-Partner, Location & Kulinarik Der Event Management Circle darf auf die wertvolle Unterstützung der folgenden Partner zählen: Verbandspartner: Blasto, Mietzelte und Mietmobiliar Servicepartner: Bataillard, beUnity, Expomobilia, Feldner Druck, MixMaxMusic, Neuerdings, Photo Bettinger, Plot Factory, Seminarland Ostschweiz, Smartec, Ticketino, Viven, ZFV Medienpartner: MICE-tip, Smartville digital Locationpartner: Würth Haus Rorschach. Von den Vorzügen und Nutzungsmöglichkeiten der direkt am Ufer des Bodensees gelegenen Location konnten sich die Anwesenden bei einer humorvollen Präsentation von Velofahrer und Gastgeber Jürg Putzi sowie einer als «Speed Dating» angesagten Führung überzeugen. Der Carmen Würth Saal mit einer Kapazität von bis zu 630 Personen sowie 16 weitere Seminar- und Meetingräume in Kombination mit Kunst und Genuss eignen sich für die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Kulinarik: Kulinarisch verwöhnen lassen durften sich sich die Teilnehmenden des Event & Communication Circles im Würth Haus Rorschach von der Küche der hauseigenen Panorama Catering. Der Begrüssungskaffee, die Pause mit Mini-Bagels und süssem Gebäck, der abwechslungsreiche und ausgezeichnete vegetarische Lunch sowie auch der abschliessende und nicht minder schmackhafte Apéro direkt am idyllischen Seeufer wurden von den Teilnehmenden wie gewohnt auch zum regen Austausch mit bekannten und neuen Kolleginnen und Kollegen genutzt.



 

Event Management Circle – Agenda 2024/2025 10. September 2024

Abendanlass mit Dr. Mark Benecke, Kriminalbiologe & Forensiker

Essential by Dorint Basel City, Basel

 

26. November 2024

BERNEXPO AG, Bern

 

4. Februar 2025

SMITH and de LUMA, Zürich


6. Mai 2025

Gasthaus Albisgüetli, Zürich


2. September 2025 (Abendanlass)


25. November 2025

VersuchsStollen Hagerbach AG, Flums


 

Generalversammlung


Im Rahmen der Generalversammlung wies Andreas Feurer auf die intensiven Bemühungen des Vorstandes hin, neue Mitglieder gewinnen zu können. Allerdings mit mässigem Erfolg weshalb man sich entschieden habe, Adressen einzukaufen und ausgewählte potentielle Mitglieder an einen ECC einzuladen. Wie der Präsident ausführte, ein durchaus erfolgreiches Vorgehen. Für das Jahr 2023 musste der ECC ein Minus von CHF 40’000 verbuchen und auch für das laufende Jahr ist ein Minus von CHF CHF 16’000 budgetiert. Dank einem verstärkten Trend zu immer mehr Tagesgästen konnten in diesem Bereich für das laufende Jahr jedoch bereits Einnahmen von CHF 3’000.– registriert werden.


Um das hohe professionelle Niveau der vier jährlichen Anlässe sowie der weiteren Dienstleistungen garantieren zu können, werden die Jahresbeiträge ab 2025 mit einem einstimmigem Ja wie folgt erhöht:Einzelmitgliedschaft neu CHF 700.– (bisher CHF 500.–)


Firmenmitgliedschaft CHF neu CHF 1’600.– (bisher CHF 1’250.–)


Die «Pflichttraktanden», die Jahresrechnung 2023 und das Budget 2024 wurden ebenfalls einstimmig genehmigt und der Vorstand per Akklamation und unter Verdankung für den grossen Einsatz für ein weiteres Jahr bestätigt.


Wie auch Vorstandsmitglied Denise Remund betonte, fehlen im Verband neue Gesichter und frische Köpfe. Mit verschiedenen Massnahmen soll diese Situation verbessert werden. Dazu zählt u.a. ein frischerer und modernerer Auftritt, die neu gestaltete Website und ein «renaming». Dem Ziel entsprechend, mehr Interessenten auch aus dem Kommunikationsbereich anzusprechen, nennt sich der Verband ab sofort nicht mehr Event Management Circle sondern neu Event & Communication Circle (ECC).


Zudem soll ein neues Mitglieder-Tool mit diversen nützlichen Funktionen zur weiteren Attraktivität des Verbands beitragen.

0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page