EMC-Mitglieder sehen Zukunft verhalten optimistisch

Mit einer Umfrage unter seinen Mitgliedern, zielte der EMC darauf ab, den Puls der Eventbranche bei den direkt Betroffenen zu messen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten in Bezug auf die Zukunft der Branche trotz der gegenwärtig schwierigen Situation eher zuversichtlich sind. Das Treffen des Bundesrats mit Vertretern der Tourismusbranche am Sonntag setzte ebenfalls ein positives Zeichen.


Am vergangenen Sonntag rief Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga zusammen mit Wirtschaftsminister Guy Parmelin und Gesundheitsminister Alain Berset zu einem für die Event- und Tourismusbranche wichtigen Gipfel auf. Elf Tourismusverbände und die Marketingorganisation Schweiz Tourismus nahmen teil und diskutierten zusammen mit den Bundesräten Möglichkeiten, wie die hart getroffenen Branchen mit kreativen Mass- nahmen wirtschaftliche Perspektiven erhalten können. Speziell mit Fokus auf die kommenden Sommermonate.


Positive Signale ohne konkrete Zusicherungen

Zusicherungen gab es seitens Regierung vorderhand zwar noch keine, aber die Gipfelteil- nehmer waren sich einig, dass es Lösungen braucht, damit dieser wichtige Wirtschaftszweig wieder angekurbelt werden kann. Die Vertreter der Tourismusbranche verliessen den Anlass mit dem Eindruck, dass ihre Anliegen auf offene Ohren gestossen und die Diskussionen konstruktiv verlaufen seien. Zudem hätten sie gemäss Barbara Gisi, Direktorin des Schweizer Tourismus-Verbandes (STV), klärenden Charakter gehabt. Weitere Massnahmen werden am 25. Mai 2020 nochmals diskutiert.


Covid-19 Auswertung: EMC-Mitglieder schildern ihre Realität

Trotz im Ansatz positiver Signale seitens der Regierung wollte der EMC den momentanen Puls seiner Mitglieder messen und startete Mitte März eine umfassende Umfrage. Rund 22 Event- und Corporate Spezialisten haben daran teilgenommen und dem EMC-Vorstand ihre Situation geschildert. Die Resultate, welche eine Tendenz innerhalb des EMC aufzeigen, kann man folgendermassen zusammenfassen.


Zwei Drittel haben Kurzarbeit beantragt

Zwei Drittel der Befragten haben Kurzarbeit beantragt. In Bezug auf die Gesamtwirtschaft der Schweiz - wo insgesamt ein Drittel der Arbeitnehmer für Kurzarbeit angemeldet sind - ist dies branchenbedingt sehr hoch.

EMC-Mitglieder empfinden Lockdown-Massnahmen als angemessen

Obwohl wirtschaftlich sehr stark von der momentanen Situation betroffen, wollte der EMC wissen, ob die Massnahmen des Bundesrates angemessen waren. 90% der Befragten beurteilen die Massnahmen als notwendig und grundsätzlich sehr gut.

66% im Home Office

Auch die Eventbranche ist gemäss offizieller Verordnung verpflichtet, ihre Arbeiten nicht im Grossraumbüro zu verrichten. Aus diesem Grund arbeiten momentan rund zwei Drittel im Home Office. Wobei auch in der Eventbranche nur ein Teil der Mitarbeitenden mehrheitlich am Computer arbeitet.


Gute Noten für interne Kommunikation

Es zeigt sich, dass die meisten Befragten mit der internen Kommunikation in ihrem Unternehmen zufrieden sind. Der Informationsfluss wird durch häufige Telefonate und regelmässige Telefonkonferenzen sichergestellt.

Einige haben auch eine Homeoffice Challenge mit Fotos oder andere teamfördernde Aktionen ins Leben gerufen.


Starke Veränderung der externen Kommunikation

Die Kommunikation nach aussen hat sich in vielen Unternehmen in den letzten Wochen stark verändert. Persönliche Kundenkontakte sind aufgrund der Situation im Moment fast inexistent und Werbemassnahmen wurden vorderhand zurückgestellt.

Die Kommunikation nach aussen erfolgt hauptsächlich über Email und Videocalls, aber zunehmend auch über WhatsApp und andere Chat-Systeme sowie vereinzelt via Newsletters.

Erstaunlich: trotz der erschwerten Umstände, geben viele der Befragten an, dass sich die Kundenbeziehung in diesen herausfordernden Zeiten eher verbessert hat. Das sind positive Zeichen und eine gute Grundlage für eine langfristige Kundenbeziehung. Denn im Endeffekt sitzen Kunde und Lieferant im gleichen Boot und müssen in erster Linie konstruktive Lösungen finden, die beiden Seiten helfen. Und dies scheint die Eventbranche verstanden zu haben.


Positive Einschätzung der Zukunftsaussichten

Auch wenn im Moment viele Fragezeichen über der Event- und Tourismusbranche schweben, schätzen die Befragten die Zukunft recht positiv ein und setzen auf das zweite Semester 2020 und auf das kommende 2021. Denn auch der EMC ist überzeugt, dass sich die Menschen nach der langen digitalen Zeit wieder Anlässe und Veranstaltungen wünschen, bei welchen der soziale Austausch im Vordergrund steht.

«Lessons learnt» und positive Erfahrungen Verschiedene Feedbacks haben aufgezeigt, dass eine Notsituation unkonventionellem, kreativem Denken (dem berühmten «thinking outside the box») förderlich ist. Weiter könnten die (nun unfreiwillig gemachten) positiven Erfahrungen im Home Office für Eventagenturen auch für die Zeit nach Covid-19 eine Chance sein, um kostspieligen Büroplatz einzusparen.

Empfehlungen und Tipps Unsere Umfrageteilnehmer sparen nicht mit guten Tipps und bleiben optimistisch: Innovativ denken – ruhig und positiv bleiben – effizient kommunizieren – im Kontakt mit Kunden und am Ball bleiben – Humor nicht verlieren – mal die Seele baumeln lassen...

Not macht erfinderisch! Unsere Umfrage zeigt, dass EventspezialistInnen in schwierigen Zeiten ungeahnte Ressourcen mobilisieren können, kreativ bleiben oder werden, sich nicht so schnell unterkriegen lassen und ein gutes Gespür für die richtige Tonalität in der Kundenkommunikation haben.

Dies stimmt tatsächlich zuversichtlich.

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